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18.02.2010 Diese Seite ausdrucken

Die Fitten überleben

beweist uns - ganz neu 2010 - wieder einmal Dr. U. Laufs von der Saarland Universität. Ein Spezialist für Telomere. Für die Schutzkappen an Ihren Chromosomen. Je länger die Schutzkappen, desto länger Ihr Leben.

Dr. Laufs hat die Länge dieser Telomere, also die Lebenserwartung gemessen bei deutschen Leichtathleten (Durchschnittsalter 20), dann aber auch bei regelmäßigen Joggern und Marathonläufern im mittleren Alter. Wöchentliche Laufleistung freilich 80 Kilometer. Und verglichen mit gesunden Nichtrauchern, die nicht regelmäßig gelaufen sind.

Gefunden hat er, dass die Telomere, also die Lebenserwartung, bereits bei 20-jähringen Leichtathleten verlängert war. Für mich nicht ganz selbstverständlich. Weil die natürlich auch hart trainieren. Im Sauerstoffunterschuss trainieren. Was der Gesundheit eigentlich abträglich ist.

Viel länger aber waren die Telomere dann bei Langzeit-Joggern. Bei Menschen, die schon Jahrzehnte regelmäßig laufen. Na - das freut uns doch. Da werden wir wieder bestätigt.

Fazit: Laufen verlängert das Leben. Eindeutig molekulargenetisch bewiesen. An den Telomeren (Nobelpreis 2009). Zunehmend spekulieren die Wissenschaftler, ob nicht genau diese Telomere, die Länge dieser Schutzkappen der entscheidende Punkt dafür sind, dass Läufer weniger Herzinfarkt bekommen. Weniger Krebs bekommen. Weniger krank sind. Und gerade deshalb länger leben.

Interessanter Gedanke. Wird veröffentlicht in "Circulation" 2010.

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